Menschen jubeln hinter einem Banner mit der Aufschrift "Nah am Menschen, stark im Wandel"

Rückblick auf den Ostkongress 2026 

Heiko Knopf sitzt auf einem Podium und spricht in ein Handmikrofon.

Foto: Nils Leon Breuer

Als ich nach diesem Wochenende den Glasbahnhof in Sassnitz verließ, hatte ich vor allem einen Gedanken: Erneut habe ich erleben dürfen, wie viel Engagement, Ideenreichtum und Gestaltungswille in den ost- und westdeutschen Regionen steckt und wie wichtig es ist, gemeinsam mit Menschen vor Ort an Lösungen zu arbeiten.

Ein Bild, das Kleidung, Person, Menschliches Gesicht, Mann enthält. KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein. Zwei intensive Tage, 350 Teilnehmende, 50 Referent*innen aus Ost und West, über 30 Programmpunkte an sechs verschiedenen Orten, ein Markt der Möglichkeiten mit vielen Infoständen, ein Familienfest mit Hüpfburg und Riesenrad – all das hat den Ostkongress zu einem besonderen Wochenende gemacht.

Dabei wurde erneut deutlich, dass Ostdeutschland bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kein Randthema mehr ist, sondern fest zur Partei gehört. Vor allem prägten die vielen Gespräche, Begegnungen und die Neugier der Teilnehmenden den Kongress. Er war ein Ort des Zuhörens, des Vernetzens und des gemeinsamen “Nach-vorne-Denkens“. In Podien, Workshops und Austauschformaten haben sich die Teilnehmenden zu den großen Fragen ausgetauscht, wie zum Beispiel den Themen Energieversorgung, wirtschaftliche Entwicklung, Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt.  

Ich bin überzeugt und fühle mich durch den Ostkongress darin bestärkt, dass Lösungen dann entstehen, wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen zusammenkommen und einander auf Augenhöhe begegnen. Deshalb haben wir Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Umweltverbänden, Wissenschaft, Vereinen und Initiativen, sowie internationale Expert*innen aus Polen und der Ukraine eingeladen. Diese Offenheit und die Vielfalt der Perspektiven waren in den Debatten des Kongresses spürbar.  

Foto: Nils Leon Breuer

Foto: Nils Leon Breuer

Unsere Oststrategie wirkt, auch wenn wir noch nicht perfekt sind und weiter an uns arbeiten müssen. Ein sichtbares Zeichen dafür war die Unterzeichnung der Sassnitzer Erklärung. Wir haben uns als Bündnisgrüne klar festgelegt: gute Bildung darf kein Privileg sein, sie muss überall möglich sein. Mit dieser Erklärung fordern wir wohnortnahe Kitas und Grundschulen, gezielte Investitionen in ländliche Bildungsstandorte, bessere Betreuungsschlüssel und eine engere Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen.  

Foto: Nils Leon Breuer

Besonders gefreut haben mich die Rückmeldungen der Teilnehmenden. Sie berichten von positiven, offenen Gesprächen, die sie inspiriert haben, von neuen Kontakten und neuer Hoffnung. Gleichzeitig zeigen die Rückmeldungen, wo wir als Partei weiterarbeiten müssen, und auch deshalb sind sie so wertvoll. Besonders bewegt hat mich ein Satz auf einer der Feedback-Wände: „Ich weiß viel zu wenig über den Osten – und das will ich ändern.“ Für mich bringt diese ehrliche Äußerung auf den Punkt, worum es beim Ostkongress geht: zuhören, voneinander lernen und gemeinsam Zukunft gestalten.  

Wir nehmen aus diesen zwei Tagen viel Rückenwind für die anstehenden Wahlkämpfe mit.  

 

 

Impressionen

Alle Bilder sind von Nils Leon Breuer.